Primärregelleistung (PRL)

Die Primärregelleistung (PRL) zählt neben Sekundärregelleistung (SRL) und Minutenreserveleistung (MRL) zu den drei Arten von Regelenergie, die zur Stabilisierung der Netzfrequenz dient. Die Primärregelleistung ist vorgehaltene Leistung, die innerhalb von 30 Sekunden und mindestens 15 Minuten lang verfügbar sein muss, um zum Beispiel bei ungeplanten Kraftwerksausfällen einzuspringen und einen Stromausfall zu verhindern. Die Bereitstellung von Primärregelleistung wird über das Verbundnetz der zentraleuropäischen Übertragungsnetzbetreiber (European Network of Transmission System Operators for Electricity, ENTSO-E) gesichert und automatisch aus regelfähigen Kraftwerken innerhalb des europäischen Verbundnetzes abgerufen.