Grundlast

Die Grundlast ist in der Stromversorgung jener Teil der installierten Leistung, die während eines Jahres oder Tages durchgehend mindestens benötigt wird. Zu den Grundlastkraftwerken gehören bisher vor allem Atomkraftwerke und Braunkohlekraftwerke, die aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen rund um die Uhr meist unverändert in Volllast betrieben werden, ohne ihre Stromerzeugung in größerem Umfang an andere Faktoren wie Verbrauchsschwankungen oder wetterabhängige Stromerzeugung anzupassen. Im Gegensatz dazu beschreiben die Begriffe Mittellast und Spitzenlast den höheren Strombedarf am Tag, der von anderen Stromerzeugern abgedeckt wird. Mit zunehmendem Anteil der wetterabhängigen Wind- und Solarenergie nimmt der Bedarf an Grundlastkraftwerken ab, während der Bedarf an zeitlich flexiblerem Ausgleich steigt. Im Stromhandel bezeichnet Baseload jene Marktsegmente, die weitgehend die Grundlast abdecken. Ein Baseload-Block umfasst im Gegensatz zu Peakload eine über 24 Stunden konstante Stromlieferung.